Wahre Freiheit und Leichtigkeit am Schlagzeug

Viele wollen frei und locker spielen, doch nur wenige können es. Warum?

Zunächst lass dir sagen: Es liegt nicht an deinem Talent oder an deiner Leidenschaft.

Viele sehr gute Drummer beschreiben ihr Spiel, obwohl sie wirklich gut spielen können, als nicht frei und nicht locker.

Warum?

Weil eine ganz große Sache oft verschwiegen wird, wenn es um das Besserwerden am Schlagzeug geht.

Viele sagen so etwas wie:

"Ich muss mal wieder Paradiddle üben."
"Ich habe Rudiments irgendwie immer schon vernachlässigt."
"Ich muss einfach mehr üben."

Alle drei sind Sätze, die dich in höchste Alarmbereitschaft bringen sollten.

Es liegt bestimmt nicht am Paradiddle, an den Rudiments oder daran, dass du zu wenig übst.
Wenn das so einfach wäre, warum übst du dann nicht einfach 2–3 Wochen Paradiddle und gut ist?

Weil du tief in dir drin weißt, dass das nichts bringt. Und genau deshalb übst du ihn auch nicht.

Einfach mehr zu üben funktioniert ebenfalls nicht. Sonst hätte sich das Problem auch hier schon längst gelöst.

Es liegt an dieser einen Sache, die kaum thematisiert wird:

Unser Nervensystem.

Und nein, ich komme jetzt nicht mit irgendwelchem spirituellen Kram.

Das Nervensystem ist die Steuereinheit unseres gesamten Körpers. Es regelt, wie wir in gewissen Situationen reagieren und wie wir unseren Körper steuern.

Stärken wir das Nervensystem, ist das so, als würden wir unseren alten, verstaubten Laptop mit der neuesten Prozessortechnik aufrüsten und hätten auf einmal viel mehr Rechenleistung. Das macht sich natürlich direkt in der Bedienung des Laptops bemerkbar.

Alles funktioniert viel flüssiger, leichter und irgendwie geschmeidiger.

Exakt das Gleiche können wir Drummer auch machen.

Eine der besten Möglichkeiten, das Nervensystem zu stärken, sind komplexe Koordinationsübungen. Das funktioniert super mit der Split-Flow-Methode, bei der wir auf eine sehr musikalische und spielerische Art anfangen, komplexe Koordinationsübungen zu entwickeln.

Das funktioniert super, bedarf allerdings in den ersten Wochen einiges an Energie. Denn leicht werden die ersten Wochen nicht.

Das Gute daran: Verbesserst du einmal deine Koordination, nimmt dir das niemand mehr weg. Das ist wie Fahrradfahren – nur mit dem Schlagzeug.

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